Berichte

Zu einigen Veranstaltungen finden Sie hier Reaktionen, Nachträge, Anmerkungen, Pressebeiträge und sonstige Rückmeldungen aller Art.

 

Informationsveranstaltung zu palliativer Versorgung

Bundesverdienstkreuz für Josef Pagen

erster Alsdorfer Männertag 13.5.2006

zweiter Alsdorfer Männertag 5.5.2007

dritter Alsdorfer Männertag 7.6.2008

Abfalleimer auch in die Herrentoiletten 2005

 

 

Offener Brief zum Tabuthema „Männer – Inkontinenz“ 2011 Brief als PDF

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Harninkontinenz ist eines der großen Tabuthemen unserer Gesellschaft. Das Motto „Was nicht sein darf, auch nicht sein kann“ gilt besonders für Männer, die so etwas Unangenehmes gerne verdrängen bzw. völlig tot schweigen. Harninkontinenz bedeutet, dass der Betroffene unter unwillkürlichem, unfreiwilligem Harnverlust leidet und somit nicht in der Lage ist, den Zeitpunkt des Wasserlassens selbst zu bestimmen.

Ignorieren hilft jedoch nicht, denn die Faktenlage spricht eine ganz andere Sprache: Allein in Deutschland leiden ca. 2 bis 3 Millionen Männer an einer Harninkontinenz. Tendenz wegen der allseits bekannten Alterspyramide steigend. Und da der Prostatakrebs mittlerweile die häufigste Männerkrebsart ist und bestimmte Behandlungsmethoden oft eine zumindest vorübergehende Inkontinenz zur Folge haben, werden zukünftig natürlich auch noch mehr Männer von diesem Problem betroffen sein.

Die Prostatakrebs Selbsthilfegruppe Alsdorf und die Prostatakrebs Selbsthilfe Aachen nimmt die ständig steigende Zahl der Inkontinemten zum Anlass, auf ein konkretes Männerproblem aufmerksam zu machen:

Während es selbstverständlich ist, dass sich auf jeder Damentoilette ein Hygiene-Behälter befindet, fehlt ein solcher auf fast allen Herrentoiletten.

Die Folgen kann man erahnen: Der inkontinente Mann trägt, wenn er aus dem Hause geht, Vorlagen oder Windeln, damit Unterwäsche und Hose trocken bleiben. Diese werden spätestens dann, wenn sie feucht geworden sind, gewechselt. Doch dann stellt sich die schwierige Frage: Wohin mit der unsauberen Vorlage?

Da in den Herrentoiletten keine Hygienebehälter vorhanden sind, tragen die Männer ihre völlig durchnässten Windeln oder Vorlagen in inkommoder Art und Weise mit sich herum und werfen sie in irgendwelche öffentlichen Abfallbehälter, wo sie nach einiger Zeit
(besonders im Sommer) wenig angenehme Gerüche entwickeln. Als Alternative sehen Männer nicht selten auch den Versuch an, die lästigen Vorlagen durch die Toilettenspülung verschwinden zu lassen, was in den meisten Fällen eine totale Verstopfung und damit eine teure Durchspülung der gesamten Anlage zur Folge hat.

Wir möchten alle Verantwortlichen und Beteiligten bitten, eine ganz einfache und zudem auch noch preiswerte Lösung des allzu menschlichen Problems zu schaffen:

Setzen Sie sich bitte dafür ein, dass in allen öffentlich zugänglichen Männertoiletten Hygienebehälter aufgestellt werden!

Diese simple Maßnahme würde allen Betroffenen das Leben deutlich erleichtern. Inkontinent zu sein, ist ohnehin schon schwer und belastend genug. Alle Ärzte kennen das Problem, und aus diesem Grunde unterstützen uns besonders Herr Prof. Dr. med. Vögeli, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie und Leiter des zertifizierten Euregio Kontinenzzentrums des Medizinischen Zentrum, der StädteRegion Aachen, und
Prof. Dr. med. Axel Heidenreich Direktor der Urologischen Universitätsklinik Aachen, Leiter des durch den Dachverband der Prostatazentren Deutschlands e. V. zertifizierten EURO Prostatazentrums und Vorsitzender der Leitlinienkommission Prostatakarzinom der Europäischen Gesellschaft für Urologie, Herr Prof. Dr. med. Vögeli, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie und Leiter des zertifizierten Euregio Kontinenzzentrums des Medizinischen Zentrum, der StädteRegion Aachen, unseren Wunsch nachdrücklich. Zusätzlich steht die große Männer-Organisation „Bundesverband Prostatakrebs-Selbsthilfe (BPS)“ hinter dieser Aktion.

 

Josef Pagen
Projektleiter
Leiter der Prostatakrebs SHG Alsdorf
und Komm. Leiter der Prostatakrebs Selbsthilfe Aachen


Schirmherren:

Prof. Dr. med. Thomas-Alexander Vögeli
Prof. Dr. med. Axel Heidenreich